Börsenpsychologie

Börsenpsychologie – ein Wegweiser durch das emotionale Chaos

Börsenpsychologie – Gier, Angst und Rationalität

Börsenpsychologie – die Mär vom rationalen Anleger

Lange galt der Mythos der Wirtschaftswissenschaftler, dass der Mensch ein rational handelndes Wesen sei.
Im letzten Jahrzehnt hat sich dies grundlegend gewandelt.
Mittlerweile setzt sich immer mehr die Meinung durch, die Marktteilnehmer handeln irrational. Die Wissenschaft hat die Beweise dafür längst geliefert. Börsenpsychologie ist salonfähig geworden.

„Die Börse reagiert gerade mal zu zehn Prozent auf Fakten. Alles andere ist Psychologie.“
André Kostolany

Dass Anleger (Menschen) irrational handeln, ist die Regel, nicht die Ausnahme. Das beweisen die unzähligen Crashs der Vergangenheit.

Das Denken und die Handlungen der Menschen im Bezug zur Börse zu erforschen, damit beschäftigt sich die Börsenpsychologie.

Zwei Emotionen treten hierbei besonders hervor: Gier und Angst
Sehen wir uns diese beiden Emotionen genauer an.

Die Gier
Gier wird in unserer Gesellschaft als etwas Schlechtes gebrandmarkt. In der Börsenpsychologie und in der Psychologie allgemein ist Gier das starke Verlangen, etwas zu erhalten oder zu erreichen.

Gier ist notwendig, um unserer Überleben zu sichern. So stillen wir den Hunger für heute und sorgen dafür, dass wir auch morgen noch genug zu essen haben.

Aber sie kann auch zur Falle werden, nämlich dann, wenn sie sich in Habgier wandelt.

Dazu ein Beispiel
Sie sind selbst nicht investiert. Aber Ihr Tennispartner ist investiert und erzählt davon, dass die Kurse seiner Aktien immer höher steigen. Diese Aussage kann dann in Ihnen die Habgier auslösen, doch noch zu investieren. Obwohl das Geld in dieser Phase schon von anderen gemacht worden ist. Es ist eine völlig irrationale Handlung, dennoch zu kaufen.

Die Aussicht auf Gewinne oder tatsächliche Gewinne löst in unserem Gehirn neuronale Vorgänge aus, wie sie auch beim Konsum von Kokain entstehen.

Was ist Angst? – Ein Blick in die Börsenpsychologie

Angst ist nichts Negatives, sondern überlebensnotwendig. Für den Menschen dient sie als Schutzfunktion. Wurden unsere Vorfahren von einem wilden Tier attackiert, war die Angst der Auslöser dafür, in Kampfstellung zu gehen oder die Flucht zu ergreifen. Auch heute dient sie noch als Schutzmechanismus. Entscheidend ist allerdings auch hier, wie bei so vielem, die Dosis.
Im Bezug auf die Börsenpsychologie wirkt sie sich in den irrationalen Handlungen der Marktteilnehmer aus.

Wenn der Markt ausgebombt ist, die Aktien billig sind und Anleger dennoch nicht kaufen – dann schadet die Angst dem Anleger. Denn er verschenkt Rendite.

Zwei Tipps aus der praktischen Börsenpsychologie – Erlangen Sie Kontrolle über Ihre Emotionen!

  1. Sie brauchen ein praxiserprobtes System, das Sie in ruhigen wie in stürmischen Tagen anwenden.
  2. Schreiben Sie Ihre Gedanken und Handlungen in Bezug auf Ihre Anlagen auf.

So lernen Sie nach und nach die Gesetze Ihrer eigenen Börsenpsychologie kennen. Sie profitieren, indem sich Ihre Gewinne erhöhen und Ihre Verluste vermindern.

Und sollten Sie dennoch irrational handeln, keine Sorge, das ist normal, denn schließlich sind Sie ein Mensch. Haben Sie Geduld mit sich, nach und nach werden Sie im Umgang mit sich selbst immer besser.

Noch etwas unklar? Fragen, Anregungen, Kritik? – Dann kommentieren Sie jetzt!

Auf Ihre Börsenerfolge
Ihr Alois Alexander Greiner

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