Jordan Belfort

Jordan Belfort – Wolf of Wall Street

Sein Leben & Tipps zum Schutz vor Betrügern

Betrug, Geld, Drogen, Orgien. Mit diesen 4 Begriffen lässt sich das einstige Leben von Jordan Belfort, das unter dem Titel „Wolf of Wall Street“ verfilmt worden ist, am treffendsten beschreiben.
In diesem Artikel werfe ich einen Blick auf Jordan Belforts Leben, sein Vorgehen sowie das Vorgehen seiner Firma bei Betrügereien. Außerdem gebe ich konkrete Tipps, wie Sie sich vor Betrug schützen können.

Teil 1

Jordan Belfort: Person und Leben

Jordan Belfort, der in den 80er-Jahren als 24-Jähriger an die Wall Street kam, begann seine Karriere als Broker für das Traditionshaus L. F. Rothschild.
Am ersten Tag lernte er von seinem Vorgesetzten Mark Hanna, dass es nicht darum geht, den Kunden vermögender zu machen, sondern sich über den Verdienst durch Provisionen selbst die Taschen zu füllen. Hanna führte Jordan Belfort auch in die Welt der Drogen und der Prostitution, welcher Jordan Belfort später verfallen sollte, ein.

Sein erster Arbeitstag nach bestandener Brokerprüfung war der 19. Oktober 1987, der sogenannte Schwarze Montag (Schwarzer Montag: Börsenkrach vom 19. Oktober 1987).
An diesem Tag wurde sein Arbeitgeber L. F. Rothschild insolvent. Jordan Belfort verlor daraufhin seinen Job.

Kurz darauf begann Jordan Belfort bei einem zwielichtigen Brokerunternehmen zu arbeiten. Er verkaufte erfolgreich Pennystocks.
Pennystocks sind Aktien, deren Preis weniger als einen Euro bzw. fünf Dollar betragen.
Im Gegensatz zu Aktien bekannter Unternehmen, die er bis zu diesem Zeitpunkt vermittelte, konnte er beim Verkauf von Pennystocks Provisionen von 50 % lukrieren. Bei Aktien international tätiger Unternehmen von hoher Qualität betrug seine Provision 1 %.

1989 gründete er zusammen mit einem Partner, Danny Porush, sein eigenes Maklerunternehmen: Stratton Oakmont.

Anfangs verkaufte er wertlose Pennystocks an den Durchschnitts-US-Amerikaner. Später konzentrierte er sich darauf, die reichsten US-Amerikaner als Zielgruppe zu gewinnen. – Was ihm auch gelang. Diesen Anlegern wurden zu Beginn Aktien solider international tätiger Unternehmen verkauft. Erst als die Kunden Vertrauen gefasst hatten, schwatzten Jordan Belfort und sein Team ihnen Pennystocks auf.

Allerdings wurden Jordan Belfort und seine Broker immer gieriger. So kam es, dass auch Börsengänge von Unternehmen begleitet wurden, an denen Jordan Belfort und sein Team selbst den Großteil der Aktien besaß.
Das funktionierte so:
Die Aktien waren in Besitz von Strohmännern.
Das Unternehmen wurde an die Börse gebracht.
Einen Teil der Pennystocks behielten die Strohmänner.
Dann wurden die Anleger überzeugt, diese Pennystocks zu kaufen.
Da es nur eine begrenzte Menge Pennystocks des jeweiligen Unternehmens gab und die Anleger „heiß“ auf diese Aktien gemacht wurden, stieg der Kurs rasant.
Dann verkauften Jordan Belfort und die Broker von Stratton Oakmont die eigenen Aktien mit einem großen Gewinn – der Kurs brach zusammen.
Die Anleger verloren ihr investiertes Kapital.

Den Spitznahmen „Der Wolf der Wall Street“ bekam Jordan Belfort von einem Journalisten.

Stratton Oakmont wurde zu einem der größten Brokerunternehmen der USA.
Jordan Belfort beschäftigte in der Hochblüte seiner betrügerischen Geschäfte 1000 Broker. Bis zu seiner Verhaftung 1998 verursachten Jordan Belfort und seine Mitstreiter einen Schaden von circa 200 Millionen Dollar.

Jordan Belfort wurde von der Staatsanwaltschaft ein Deal angeboten, der sich strafmildernd auswirken würde.
Er nahm den Deal der Staatsanwaltschaft an: Belfort ließ sich verwanzen und lieferte seine Freunde ans Messer. Er wurde zu 4 Jahren Haft verurteilt, wovon er 22 Monate im Gefängnis verbrachte. Heute ist Jordan Belfort Motivations-/Verkaufstrainer.
50 % seines Einkommens muss er so lange abgeben, bis er seine 1513 Opfer mit der Gesamtsumme von 110,4 Millionen US-Dollar entschädigt hat.

In aktuellen Interviews beteuerte Jordan Belfort, er habe niemanden finanziell ruiniert, da seine Kunden reich gewesen waren. In einem dieser Interviews verwies ein Reporter des amerikanischen Fernsehsenders CNN auf Recherchen, denen zufolge ein Architekt sein ganzes Vermögen verlor.

Teil 2
So könnten auch Sie betrogen werden:

5 Fallen bei Investments


1. Falle

Anruf: Wenn Ihnen eine Ihnen unbekannte Person am Telefon Aktien verkaufen will und/oder der Anrufer erklärt Ihnen, wie viel Sie – weil Sie noch nicht investiert haben – bereits verloren haben, dann können Sie von einem Betrugsversuch ausgehen.

Diese Methode wandten auch Jordan Belfort und seine Broker an.

2. Falle
Fax: Scheinbar versehentlich landet ein handgeschriebenes Fax bei Ihnen. Der Text auf diesem ist in etwa so formuliert:
Hallo Thomas, die Übernahme ist fixiert, morgen wird der Aktienkurs durch die Decke gehen.
Decke dich so schnell wie möglich mit Aktien ein.
Der Name und die Wertpapierkennnummer der Aktien wurden dem Text ebenfalls hinzugefügt.

Was steckt dahinter?
Die Versender dieses Faxes haben sich selbst mit Aktien eingedeckt und treiben durch die vermeintlich versehentlich abgesendeten Faxe die Nachfrage der Aktien nach oben.

Ist der Kurs erst einmal in die Höhe geschnellt, verkaufen sie die wertlosen Schrottaktien, streifen den Gewinn ein und der Kurs bricht zusammen.
Würden Sie investieren, wäre Ihr Kapital verloren.

3. Falle

Hohe gesicherte Renditen: Ihnen wird im „Beratungsgespräch“ versichert, dass Sie unter Garantie  10, 15, 20, 30 % Rendite auf Ihre Anlage bekommen und das völlig risikofrei.
Vergessen Sie es, so ein Anlage gibt es nicht.

4. Falle

Mangelhafte Unterlagen: Sollten Sie eine Investition tätigen, so achten Sie auf die Vollständigkeit der Unterlagen. Nur was schriftlich festgehalten worden ist, zählt im Zweifelsfall.

5. Falle
Anlageobjekt: Hüten Sie sich zu investieren, wenn unklar ist, worin Sie investieren sollten. Spricht der Makler von geheimen Projekten oder Insidertipps, ist ihr Geld mit Sicherheit verloren.
Auch das war eine Masche von Jordan Belfort & Stratton Oakmont – beim Verkauf der Pennystocks haben sie mit geheimem Insiderwissen geworben.

Menschen wie Jordan Belfort gibt es wie Sand am Meer. Einen Überblick über Verhaftungen, Beschlagnahmungen im Zusammenhang mit (möglichem) Anlegerbetrug finden Sie auf der Fotostrecke des Manager Magazins.

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